Presseinformation 09/2006
Gero Wangerin Gifhorn,
den 19.09.2006
Vorsitzender des Freundeskreises
Gifhorn-Zlotow
Neue Impulse in der Zusammenarbeit
Freundeskreis Gifhorn-Zlotow
zu Gast in dem Partnerlandkreis Zlotow
„Wir
werden unsere Anstrengungen für freundschaftliche Kontakte in Zlotow/Polen unbeirrt fortsetzen und verdoppeln“ – äußerte
sich der Vorsitzende des deutsch-polnischen Freundeskreises Gifhorn-Zlotow
Gero Wangerin in einem Interview im polnischen Lokalfernsehen. Der Interviewer
hatte unter Anspielung auf die abgekühlte politische Großwetterlage in den
deutsch-polnischen Beziehungen Auswirkungen auf die zwischen den Landkreisen
Gifhorn und Zlotow/Polen bestehende Partnerschaft
erkunden wollen.
Dass
diese sich weiterhin unbeeinträchtigt positiv entwickelt, davon konnten sich
nicht nur die Teilnehmer der Partnerkommunen aus Deutschland anlässlich des
3. EU-Seminars in Zlotow vom 15.09. bis 17.09.06
ein Bild machen, sondern auch eine breite Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt des
Seminars stand das Thema der Finanzierung und
Möglichkeiten der Förderung von „Nichtregierungsorganisationen“ zur Belebung
der beidseitigen Partnerschaft. Im Vordergrund stand dabei nach dem EU-Beitritt
Polens erwartungsgemäß die Erörterung der verschiedenen EU-Programme, die
beiderseitig von Interesse sind und neue Möglichkeiten gemeinsamer Projekte
ergeben.
Einigkeit
bestand jedoch darüber, dass diese Programme aufwändig und bürokratisch sind
sowie eine lange Vorlaufzeit und professionelle Hilfe benötigen.
Deshalb
wurde insbesondere von der Gifhorner Delegation auf die Vorteile der Eigeninitiative
in Vereinen, Stiftungen und Sponsoren hingewiesen. Ein Grundsatzreferat hierzu
hielt Gero Wangerin, die Delegationsmitglieder Heinz Krause (Vorsitzender des
Tischtennisvereins „Schwarz-Rot“ Gifhorn), Herbert Hahn (Vorsitzender des
Anglervereins Isenbüttel) und Rolf-Peter Wachholz (Vorsitzender des
Heimatkreises Flatow) berichteten eindrucksvoll über die Effektivität und
Nutzungsmöglichkeiten ihrer Vereine. Gunter Wachholz (DGB-Kreisvorsitzender
Gifhorn) ergänzte, dass auch Gewerkschaften als privatrechtliche Organisationen
eine Partnerschaft beleben können. In dem Beitrag von Tilmann Wolff von der Sahl (Kontaktlehrer für Partnerschaften an der BBS I) wurde
das Ausmaß des lebendigen Austausches von Schülern verdeutlicht. Dieses hat
inzwischen einen Umfang angenommen, der eine intensive Koordination und bessere
Absprachen erfordern, so sein Fazit. Das Problem der Unterbringung der Schüler
aus Zlotow in deutschen Familien sei nicht immer
einfach zu lösen.
In
der Diskussion wurde deutlich, dass die Finanzierung in Zlotow
ungleich schwieriger sei als in Gifhorn, da die Strukturen (Vereine,
Stiftungen, Sponsoren) offenbar noch weitgehend fehlten und nun mehr oder
weniger auf öffentliche Zuschüsse angewiesen seien.
Die
Beschäftigte des Landkreises Gifhorn, Maria Meinecke fungierte wie bei all den
Treffen zuvor, auch bei dieser von Freundschaft und Gemeinsamkeit
gekennzeichneten Begegnung, als viel gefragte Dolmetscherin.
Das
Rahmenprogramm bot Gelegenheit zum Besuch interessanter Sehenswürdigkeiten (u.
a. des neu errichteten Kreishauses), vielen interessanten Gesprächen und
konkrete Absprachen über weitere Begegnungen im Bereich des Sports, der
Angelei, der Schulen und insbesondere mit Vertretern der beiden neu gebildeten
Freundeskreise. Vertreter des Zlotower
Freundeskreises wurden offiziell vom Vorsitzenden des Gifhorner Freundeskreises
zu einem Besuch nach Gifhorn eingeladen.
Erfreuliches
Fazit des Besuches der Gifhorner Delegation in Zlotow:
die
Vertiefung und Erweiterung der freundschaftlichen Kontakte nach Zlotow befindet sich auf einem Level politisch ungeheurer
Belastbarkeit.

Die
Gifhorner Delegation am Rathaus in Zlotow
(von li. nach re.) Herbert Hahn (Vorsitzender des
Anglervereins Isenbüttel), Heinz Krause (Vorsitzender des Tischtennisvereins
„Schwarz-Rot“ Gifhorn), Rolf-Peter Wachholz (Vorsitzender des
Heimatkreises Flatow), Stanislaw Welniak (Bürgermeister von Zlotow),
Gero Wangerin (Vorsitzender des
Freundeskreises Gifhorn-Zlotow), Miroslaw Jaskolski (Landrat des Landkreises
Zlotow), Adam
Krysinski
(Erster Kreisrat im LK Zlotow), Maria Meinecke
(Beschäftigte des Landkreises Gifhorn), Tilmann
Wolff von der Sahl (Lehrer an der BBS I), Gunter Wachholz
(DGB-Kreisvorsitzender Gifhorn)

Die Gifhorner Delegation in Zlotow
(von li. nach re.) Heinz Krause (Vorsitzender des Tischtennisvereins „Schwarz-Rot“ Gifhorn), Tilmann Wolff von der Sahl
(Lehrer an der BBS I), Maria Meinecke (Beschäftigte des Landkreises
Gifhorn), Stanislaw Welniak
(Bürgermeister der Stadt Zlotow), Gero Wangerin (Vorsitzender des Freundeskreises Gifhorn-Zlotow), Dr.
Miroslaw Jaskolski
(Landrat des Landkreises Zlotow), Adam Krysinski (Erster Kreisrat im LK
Zlotow), Gunter
Wachholz (DGB-Kreisvorsitzender Gifhorn), Herbert Hahn (Vorsitzender des Anglervereins Isenbüttel), Rolf-Peter Wachholz (Vorsitzender des Heimatkreises Flatow)